Altrich. Über 62.000
Euro Fördergeld bewilligte das
Umweltministerium der gemeinnützigen
Organisation Lernen & Arbeiten (LA),
damit ein alter Schweinestall in ein
neues, dringend benötigtes Tierheim
umgebaut werden kann. Viel Geld für ein
paar Katzen, Kleintiere und Vögel? Weit
gefehlt. Rainer Kordel, Leiter des
Projektes, das in enger Zusammenarbeit
mit dem Förderverein Eifeltierheim
realisiert wird, erklärt den
finanziellen Hintergrund: „Die
Rechnungen werden nach Mainz geschickt
und teilweise bis 50 Prozent mit dem
Fördergeld erstattet. Dies kann auch nur
für die Baumaßnahmen verwendet werden.
Jeder Euro, mit dem wir die Rechnungen
vorab bezahlen ist gespendet.“ Deshalb
ist der gelernte Elektromechaniker froh
über jede Unterstützung die er kriegen
kann. Die erwarteten Umbaukosten liegen
bei geschätzten 130.00 Euro. Vor allem
die Hilfsbereitschaft der regionalen
Unternehmer und Handwerker ist
erstaunlich groß. Auf dem steinernen
Boden des ehemaligen Schweinestalls
stapeln sich Fliesen aller Art, ein
neuer Elektrokasten hängt bereits an der
Wand und eine Spüle und ein Ofen warten
auf die Montage. Die Mauern der
einzelnen Freilauf-Kabinen für die
Katzen sind bereits mannshoch, durch die
hohen Fenster blickt man auf ein
ehemaliges Erdbeerfeld. Die
Quarantänestation ist zur Hälfte
gefliest, es fehlen nur noch die
richtigen Stahlgittertüren. Die viele
Arbeit und Organisation lohnt sich. Das
Tierheim soll primär heimatlosen Katzen,
Kleintieren, wie z.B. Hamstern und
Kaninchen, sowie Vögeln als möglichst
vorübegehende Heimat dienen. Es soll
auch eine Pflegestation für Greifvögel
eingerichtet werden, die fachgerecht
betreut wird. Hunde können nicht
aufgenommen werden, da
Lärmschutzauflagen und mangelnder Platz
dies nicht zulassen. Die bellenden
Vierbeiner müssen also nach wie vor an
die Tierheime in Trier und Mayen
verwiesen werden, außer es finden sich
private Stellen. Dieses Problem ist
Rainer Kordel bewußt, doch er möchte
erst das eine Projekt fertig stellen,
bevor er das nächste beginnt: „Ich helfe
lieber wenigen Tieren, aber diesen
richtig.“ Bis zu 60 Katzen könnten
aufgenommen werden, vorausgesetzt das
geplante Freigehege kann auch umgesetzt
werden. Im Frühsommer soll das Tierheim
eröffnet werden - bis dahin wartet noch
viel Arbeit auf die neun hochmotivierten
und selbst tiervernarrten
Ein-Euro-Jobber und die vielen
freiwilligen Helfer. Unterstützung wird
immer gebraucht, sei es durch eine
Mitgliedschaft im Förderverein,
tatkräftiger handwerklicher Mitarbeit
oder durch Spenden (Sparkasse
Mittelmosel, BLZ 587 512 30; Kontonr. 32
129 520). Fragen werden von Rainer
Kordel (Te. 0151-15706378) beantwortet.
Weitere Informationen folgen in Kürze!
Quelle: Wochenspiegellive.de
TASSO-News
Die
Tasso-Adresse ist in dieser Tabelle unten zu finden
08.12.2007 Silvester-Feuerwerk:
So
nehmen Sie Ihren Tieren den Stress
TV-Tierarzt Dr. Rolf Spangenberg gibt Tipps für den lauten
Jahreswechsel
Wenn es die
Deutschen zu Silvester wieder so richtig krachen lassen,
verkriechen sich auch wieder Zehntausende von Hunden und
Katzen ängstlich unterm Sofa. Tiere haben schließlich ein
bedeutend empfindlicheres Gehör als der Mensch, für sie sind
explodierende Raketen und Böller echter Stress. Die
Tierschutzorganisation TASSO e.V. bat TV-Tierarzt Dr. Rolf
Spangenberg um Tipps für verantwortungsvolle Tierhalter:
·
Zitternde Tiere nicht trösten, das bestärkt
sie nur in ihren Ängsten
·
Keine Ohren verstopfen, das regt sie nur noch
mehr auf
·
Sinnvoll ist ein vorheriges Geräusch-Training
mit speziellen CDs vom Tierarzt
·
Angstlösende Medikamente vom Tierarzt helfen
unmittelbar, leichte Beruhigungsmittel wie Baldrian reichen
nicht aus
·
Wahre Wunder werden zuweilen von alternativen
Präparaten wie Homöopathika (Phosphorus) oder
Bach-Blütenextrakten berichtet
·
Ganz wichtig: Die Tierhalter dürfen selber
keine Angst vor dem Knallen haben, das würde sich auf ihre
Tiere übertragen
Philip McCreight,
Leiter der TASSO-Zentrale: "Wer ängstliche Heimtiere
besitzt, sollte eines auf keinen Fall tun: Selber
mitknallen. Dies wäre ausgesprochen verantwortungslos."
Weitaus sinnvoller sei es, die Vorhänge zu schließen und
Fernseher, Radio oder den CD-Player auf eine etwas höhere
Lautstärke zu stellen. "Für mich ist der Silvesterlärm
ohnehin unsinnig, teuer und akustische Umweltverschmutzung",
ergänzt Dr. Spangenberg.
TASSO warnt vor unüberlegten tierischen
Weihnachtsgeschenken
Vor allem Hundewelpen und Katzenkinder
gehören nicht unter den Christbaum
Alle Jahre wieder sehen sich Tierheime mit einer
Flut von Vierbeinern konfrontiert, deren
Besitzerwechsel erst wenige Wochen zurückliegt.
Dabei handelt es sich um Weihnachtsgeschenke für
Kinder, überwiegend kleine Hunde und Katzen, oft
auch Meerschweinchen und Hamster. Nach der
anfänglichen Freude über das "Spielzeug" vergeht den
Beschenkten offenbar recht schnell die Lust am neuen
Hausgenossen, mutmaßt Philip McCreight, Leiter der
TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim. "Ein
Haustier bringt auch Verantwortung mit sich", so
der Tierschützer. "Auf der Tagesordnung stehen
nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern
auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und
Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn
dann die Eltern nicht mitspielen, wird das
unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung."
Diese Einschätzung findet sich durchgängig auch bei
Tierheimen in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt
und München, wie diese auf Nachfrage bestätigten.
Philip McCreight appelliert an Eltern, Kindern keine
Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann,
wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und
die Zuständigkeiten gesprochen wurde. "Auf Welpen
unterm Christbaum sollte man aber grundsätzlich
verzichten", empfiehlt McCreight. "Damit sie
möglichst schnell stubenrein werden, zerren manche
frischgebackenen Hundebesitzer die kleinen, noch
sehr empfindlichen Tiere durch den Schnee. Das kann
mit bösen Erkältungen oder einer Lungenentzündung
enden." Die beste Zeit, sich einen jungen Hund
ins Haus zu holen, sei das Frühjahr. "Dann macht
es auch mehr Spaß, draußen mit dem Hund
herumzutollen", sagt McCreight und verweist auf
die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits
stubenreine junge Vierbeiner sehnsüchtig auf ein
neues Herrchen oder Frauchen warten.
27.11.2007 Handelsverbot für Hunde- und Katzenfelle durch EU
beschlossen
Die
EU-Landwirtschaftsminister haben am Montag in Brüssel dem im
Sommer von der EU beschlossenen Handelsverbot von Hunden-
und Katzenfellen innerhalb der EU zugestimmt
(TASSO berichtete).
So dürfen ab dem 31. Dezember 2008 keine Katzen- und
Hundefelle mehr in die EU ein- oder ausgeführt noch in
Verkehr gebracht werden. Das beinhaltet auch den Verkauf von
Kleidung, Spielzeug, Accessoires sowie Rheumadecken, die mit
diesen Fellen hergestellt sind. Die Verordnung muss nun noch
formal vom Europaparlament verabschiedet werden. Philip
McCreight, Leiter von TASSO e.V. sieht die langjährigen
Bemühungen europäischer Tierschutzorganisationen mit diesem
Entschluss bestätigt. “Wir freuen
uns über diesen politischen Meilenstein im Tierschutz, der
dem grausamen Vorgehen Asiens jetzt die wirtschaftliche
Grundlage entzieht.”
10.09.2007 Hund im Kanal versenkt
“Wie
oft sind wir angesichts von Tiertransporten im Ausland,
verwahrloster Hunde in Griechenland oder Grausamkeiten gegen
Tiere in Asien entsetzt. Und vergessen darüber, dass die
gleichen Grausamkeiten oft in unserer unmittelbaren Umgebung
vorkommen.”,
äußert sich Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO,
Europas größtem Haustierzentralregister, erschüttert über
die jüngste Meldung einer Tierquälerei.
Ein noch
unbekannter Tierquäler hatte einen jungen Cocker Spaniel
zunächst getötet, dann mit Gewichten beschwert und
anschließend in den Veringkanal bei Wilhelmsburg geworfen.
Am 28. August entdeckte ein Spaziergänger das Tier. Wie die
Welt am Sonntag berichtete, holten Polizisten das tote Tier
aus dem Wasser. Der Hund wurde wohl zwei bis vier Jahre alt.
Er lag erst wenige Tage im Wasser. „Am Kopf hatte der
Hund Verletzungen. Er ist vermutlich erschlagen worden“,
sagt ein Beamter. Ob das Tier noch lebte, als es ins Wasser
geworfen wurde, steht nicht eindeutig fest.
Die Polizei hofft,
über das markante Laufgeschirr des Hundes, an dem auch die
zwei Bremsscheiben festgemacht waren, den Besitzer zu
identifizieren. „Der Cocker trug ein blaues Laufgeschirr,
das mit gelb-orange Strickornamenten verziert ist“, sagt
Oberkommissar Holger Vehren. Rund 140 Verfahren wegen
Tierquälerei werden bei der Hamburger Polizei jährlich
bearbeitet. Den Tätern drohen laut Gesetz Haftstrafen von
bis zu drei Jahren. Die Polizei sucht nun Zeugen, die
wissen, wo ein Cocker Spaniel verschwunden ist. Außerdem
werden Zeugen gesucht, die vor dem 28. August am Veringkanal
in Höhe der Industriestraße verdächtige Beobachtungen
gemacht haben. TASSO bittet um Mithilfe bei der Aufklärung
des Falles.
Telefonnummer der
Polizei in Wilhelmsburg: 040-4286-54410
04.09.2007 TASSO warnt vor kostenpflichtiger
Online-Tierregistrierung
Seit langem gibt es die
Möglichkeit, Gegenstände, die leicht verloren gehen, wie
Schlüssel, Schirm oder Handy durch eine Erkennungsmarke im
Verlustfall wieder zu erhalten. Die Erkennungsmarke ist dazu
mit einer Internetadresse und einer Identifikationsnummer
ausgestattet. Der Finder kann über das Internet somit mit
dem Besitzer Kontakt aufnehmen.
Seit kurzem bieten
Internetdienste diese Leistung auch für Haustiere an. Finder
und Besitzer eines Tieres “kommunizieren” im Verlustfall
allerdings nur anonym über das Internet. “Tierbesitzer
müssen sich hundertprozentig darauf verlassen können, dass
eine Rückvermittlung ernst genommen wird und auch klappt.
Ein fehleranfälliger Webserver kann diese Aufgabe niemals
bewältigen.”, warnt Philip McCreight von TASSO vor den
dubiosen Anbietern. “Warum sollte jemand bis zu 60 Euro
für eine unsichere Internetleistung zahlen, wenn er ein
50-köpfiges Team, das rund um die Uhr an jedem Tag in der
Woche erreichbar ist, kostenlos haben kann?” wundert
sich auch Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO e.V.
Am meisten ärgert die
Tierschützer, dass mit falschen Behauptungen Angst bei den
Tierhaltern verbreitet wird. So ist zu lesen, der Mikrochip
könne Allergien und Krebs auslösen. “Diese Werbung mit
der Angst der Tierhalter ist höchst unmoralisch! Der
Mikrochip wird erst dann aktiv, wenn ein Lesegerät in seine
Nähe kommt. Ansonsten verhält er sich völlig passiv. Die
Geschichte vom ständig strahlenden Chip ist nur ein
Märchen.”, erklärt McCreight.
11.06.2007 Was dem Hund hilft, kann für Katzen tödlich sein
Manche der bei Hunden wirksamen Spot-on Präparate gegen
Parasiten könnten für Katzen lebensgefährlich sein. Der in
den Mitteln enthaltene Wirkstoff Permethrin kann von Katzen
offensichtlich nicht abgebaut werden, so das Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in
Berlin.
Allein in den letzen 2 Jahren seien rund 50 Katzen daran
erkrankt. Die Hälfte der Tiere starb an der falschen
Behandlung. Zu den für Katzen ungeeigneten Produkten gehöre
Exspot, Advantix spot on für Hunde, Preventic Spot on und
Fleetic spot on, so der BVL.
09.06.2007 Achtung: Rasierklingen in Hundeködern
Offensichtlich gibt es immer wieder Menschen, die Gefallen
daran finden, Hunde absichtlich zu verletzen. Letzte Woche
erst hatte eine 45-jährige Hundehalterin in einem Park in
Berlin einen mit Rasierklingen versehenen Wurstköder
entdeckt. Zum Glück rechtzeitig vor ihrem Hund.
Die Täter bleiben in den meisten Fällen unentdeckt.
“Hundebesitzer können nur aufgefordert werden, aufzupassen
wenn ihr Hund länger an einer Stelle schnüffelt oder etwas
in den Mund nimmt.” so Philip McCreight, Leiter der
TASSO-Zentrale in Hattersheim.
03.06.2007 Vorsicht vor Trickbetrügern:
Verzweiflung von Tierhaltern schamlos ausgenutzt
Mit einer neuen Masche versuchen zur Zeit bundesweit
verstärkt findige Trickbetrüger verzweifelten Tierhaltern
verlorener Hunde höhere Geldbeträge aus der Tasche zu
ziehen. Dies wurde in den letzten Tagen der
TASSO-Notruf-Zentrale vermehrt gemeldet.
Die Vorgehensweise ist in allen gemeldeten Fällen nahezu
identisch: Die Betrüger besorgen sich vermutlich aus dem
Internet von Suchmeldungen vermisster Hunde die dort
hinterlegten Privatnummer der Tierhalter. Danach nehmen die
Täter mit den verzweifelten Tierhaltern Kontakt auf und
behauptet, dass ihr Hund in der Ukraine gefunden worden sei.
Die Grenzstation habe das Tier identifiziert und auf Umwegen
seien sie nun an die Info gekommen und wollen jetzt helfen.
Der Anrufer gebe sich häufig als Rechtsanwalt einer
deutschen Kanzlei aus, der zur Zeit in Antalya in der Türkei
sei. Um Vertrauen zu erwecken hinterlässt der Täter in der
Regel eine türkische Rückrufnummer und eine eMail-Adresse,
unter der er dann auch tatsächlich erreichbar ist. Um das
Tier nun nach Deutschland zurück zu bringen, solle der
Betroffene per Reise-Bank (Direkt-Bank) einen Betrag
zwischen 600 und 800 EUR an eine ukrainische Kontaktadresse
überweisen. „Da der Geldtransfer über eine Direktbank
erfolgt, kann man davon ausgehen, dass die Betroffenen weder
das Tier noch das Geld wiedersehen werden, da durch dieses
Verfahren eine direkte Barabhebung am Zielort möglich ist
und kein Konto geführt werden muss.“, warnt Philip
McCreight Leiter der TASSO-Notruf-Zentrale eindringlich.
Wie von Betroffenen berichtet wurde, gehen die Betrüger
psychologisch sehr intelligent vor. Zuerst wird dem
Tierhalter das ganze aufwendige amtliche Prozedere für die
Rückholung des Tieres aus der Ukraine geschildert, sodass
die Tierhalter in der Regel dankbar sind, dass angeblich
jemand anderes die Rückholung nach Deutschland in die Wege
leiten kann. Außerdem werden die Beträge nicht so hoch
angesetzt, dass es den Betroffenen verdächtig erscheinen
könnte. Nach Zeugenaussagen scheint wohl auch keinen allzu
großen Druck ausgeübt zu werden, was die Betroffenen
sicherlich misstrauisch gemacht hätte.
Von Opfern die im letzten Moment die TASSO-Notruf-Zentrale
kontaktierten, wurde berichtet, dass deren emotionale
Betroffenheit oft zu eingeschränkter Urteilsfähigkeit
geführt habe und man daher bereit war den Geschichten der
Betrüger zu vertrauen.
„Immer wieder weisen wir aus leidlicher Erfahrung darauf
hin, Suchmeldungen allgemein zu halten, keine Belohnungen
auszusetzen und auf keine Fall Privatnummern mit anzugeben,
um Missbrauch zu vermeiden.“,
erklärt Philip McCreight von der TASSO-Notruf-Zentrale.
„Alternativ kann man auf den kostenlosen Suchplakat-Service
und Internet-Suchmeldungs-Service von TASSO zurückgreifen.
Hier werden Anzeigen anonymisiert veröffentlicht und TASSO
fängt unseriöse Anrufer von vornherein ab.“, so
McCreight weiter.
30.05.2007
Katzen und Hunde in der Wohnung -
auch ohne Genehmigung des Vermieters möglich
Einem der wohl häufigsten Streitpunkt zwischen Mietern und
Vermietern- das Halten von Hunden und Katzen in der Wohnung
– scheint das Amtsgericht Bremen offensichtlich eine neue
Wendung gegeben zu haben. Das Gericht entschied, dass das
Halten von Tieren unter Umständen auch ohne die Genehmigung
des Vermieters erlaubt sei. Das gelte insbesondere dann,
wenn der Mietvertrag keine Tierhaltungsklausel enthält oder
diese unwirksam ist. Ohne eine wirksame Regelung gelte der
Grundsatz: Das Halten von Hunden und Katzen zählt
grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung
und bedarf keiner Genehmigung des Vermieters. Allerdings
müssen die Tiere so gehalten werden, dass sie Nachbarn nicht
unzumutbar stören.
Auch eine Eigentümergemeinschaft kann das Halten von Tieren
nicht grundsätzlich verbieten. Das Oberlandesgericht
Saarbrücken entschied, dass ein solches generelles Verbot
gegen das Wohnungseigentumsgesetz verstoßen würde, nach dem
jeder Eigentümer mit seiner Wohnung nach Belieben verfahren
könne. Das Halten von Haustieren gehöre zum normalen
Gebrauch. Allerdings betonte das Gericht, dass die
Beurteilung vom Einzelfall abhänge.
19.04.2007
Diabetes bei Vierbeinern auf dem Vormarsch: 40.000 Hunde und Katzen
sind betroffen
Dass Diabetes inzwischen zu einer Massenkrankheit in Deutschland
geworden ist, ist allseits bekannt. Mehr als 6 Millionen Deutsche
leiden unter der Stoffwechsel-Krankheit. Die unter anderem durch
Fehlernährung erworbene Insulinresistenz (Diabetes Typ 2) - früher
Altersdiabetes genannt - tritt heutzutage vor allem immer öfter
schon bei jüngeren Menschen auf .
Dass die Krankheit allerdings auch unsere Vierbeiner - vor allem
Katzen - treffen kann, mag für manchen Tierliebhaber neu sein.
Erste Anzeichen einer Diabetes sind - wie beim Menschen - vermehrter
Durst, häufiges Urinieren und Abmagerung trotz Heißhungerattacken.
Diabetes gehört zur Behandlung unbedingt in die Hand eines
Tierarztes. Mit den entsprechenden Medikamenten, kontrollierter
Nahrungsaufnahme und entsprechender Bewegung, kann das Tier ein
beschwerdefreies Leben führen.
26.03.2007
In der Sonne kann das Auto zur tödlichen Falle für den Hund werden
Am Sonntag starb in Braunschweig ein Hund in einem Auto, das in der
prallen Sonne geparkt war. Polizisten waren auf das Auto aufmerksam
geworden, dessen Scheiben schon von der Atemluft der Tiere
beschlagen war. Obwohl die Beamten sofort reagierten und die
Scheiben einschlugen, konnte eines der beiden Tiere nur noch tot
geborgen werden. Gegen den Halter wird jetzt wegen Verletzung gegen
das Tierschutzgesetz ermittelt.
Schon bei 20 Grad Celsius Außentemperatur entwickeln sich in einem
geparkten Auto innerhalb kürzester Zeit Temperaturen von bis zu 50
Grad. Aber auch weniger hohe Temperaturen machen dem Vierbeiner zu
schaffen. Im Gegensatz zum Menschen ist er nicht in der Lage, sich
durch schwitzen Kühlung zu verschaffen. Die paar Schweißdrüsen an
den Pfoten reichen in einer solchen Akut-Situation nicht aus. Auch
das Hecheln hilft dem Hund nicht. Kann das Tier seinen
Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen, dickt das Blut ein. Ein
Schock ist die Folge und endet oft mit dem Tod.
"Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass die
Wärmeeinwirkung durch die Sonneneinstrahlung in einem geparkten Auto
ungleich dramatischer ist, als die Außentemperatur dies vermuten
lassen würde. Und dies bereits nach wenigen Minuten.",
erklärt Philip McCreight die immer wieder vorkommenden Fälle von im
Auto eingeschlossenen Tieren. "Uns ist auch bewusst, dass in den
meisten Fällen, in denen ein Tier im überhitzten Auto zurückgelassen
wird, keine Böswilligkeit des Halters vorliegt." so McCreight
weiter. Deshalb ist es um so wichtiger, immer wieder darauf
hinzuweisen: Sobald das Auto in der Sonne steht, auch wenn die
Temperaturen noch frühlingshaft sind, sollte es tabu sein, sein Tier
im Auto zurückzulassen!
Übrigens: Wenn Sie beobachten, dass ein Tier in einem in der Sonne
parkenden Auto eingeschlossen ist, der Besitzer weit und breit nicht
zu sehen ist und das Tier offensichtlich schon leidet, sollte Sie
auf jeden Fall die Polizei verständigen. "Nur nicht tatenlos
zusehen!" bittet Philip McCreight.
22.03.2007
EU verklagt Griechenland - Tierschutz-Niveau noch immer
unterdurchschnittlich
Die EU-Kommission hat Griechenland wegen anhaltender, grober
Verstöße gegen den Tierschutz jetzt beim Europäischen Gerichtshof
angeklagt. Seit 1998 steht das Land wegen Missachtung der
Vorschriften unter Beobachtung der EU. Die Vorwürfe beziehen sich
dabei auf Missachtung von Transport- und Schlachtvorschriften. So
wird beispielsweise die Betäubung vor der Schlachtung nicht
ausreichend kontrolliert. Die Fährhäfen seien außerdem nicht auf die
Versorgung der Tiere nach Langstreckentransporten eingestellt. 2006
forderte Brüssel Athen ultimativ auf, die Vorschriften umzusetzen.
Erfolglos.
"Was noch vor Jahren undenkbar war, nimmt jetzt mehr und mehr
Gestalt an: die Umsetzung des Tierschutzgesetzes per
Gerichtsbarkeit. Und Griechenland ist kein Ausnahmefall.",
so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale.
21.03.2007
Registrierung bei TASSO spart deutschen Tierheimen 5,6 Millionen
Euro pro Jahr
Die meisten deutsche Tierheime sind überfüllt. Und bei den meisten
sind die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel auch sehr
begrenzt. Durchschnittlich 14 Euro wendet ein Tierheim pro Tag für
die Unterbringung eines Tieres auf. Tierarzt nicht mitgerechnet.
Kosten in Millionenhöhe, die nicht sein müssen.
Registrierte Tiere sind eindeutig im Vorteil: Denn die
durchschnittliche Rückvermittlung eines entlaufenen Tieres dauert
bei TASSO nur wenige Tage. So bleibt dem Tier ein Aufenthalt im
Tierheim in der Regel erspart. Mit dem Zusatzeffekt, dass die
Tierheime bereits jetzt schon jedes Jahr durch die 40.000 von TASSO
zurückvermittelten Tiere über 5,6 Millionen Euro sparen.
"Mindestens weitere 14,5 Millionen Euro könnten gespart werden, wenn
jedes Tier registriert wäre. Und das Jahr für Jahr!",
so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. "In der
Entlastung der Tierheime sehen wir einen wichtigen Teilbereich unser
Tierschutzarbeit. Das ist aktiver Tierschutz, dem wir verpflichtet
sind.", so McCreight weiter.
06.03.2007 Frühjahrs-Gefahr für
Katzen
Die Tage werden
wieder länger und wärmer. Das ist auch allerorts die Zeit der
Kippfenster. Für viele Stubentiger eine nicht zu unterschätzende
Gefahrenquelle. Denn immer wieder bleiben die Katzen bei dem
Versuch, durch das gekippte Fenster nach draußen zu gelangen,
hängen. Ganz schnell gerät das Tier in große Panik. Durch die
dadurch ausgelösten hektischen Bewegungen rutscht die Katze aber nur
noch tiefer in den Fensterschlitz. Nicht wenige Katzen erleiden so
einen qualvollen Tod, weil jede Hilfe zu spät kommt.
"Der
TASSO-Notruf-Zentrale werden jedes Jahr eine Vielzahl von Fälle
gemeldet, bei denen Katzen ungewollt im halboffenen Fenster hängen
geblieben sind. Daher unsere Bitte: Schließen Sie Ihre Fenster, wenn
Ihre Katze allein zu Hause ist!",
appelliert Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale, an alle
Katzenfreunde.
19.02.2007
Tierheime in Deutschland kämpfen ums Überleben
Die Situation
vieler Tierheime in Rheinland-Pfalz spitzt sich zu:
Vereinsmitglieder steigen aus finanziellen Gründen aus, die
Spendenbereitschaft lässt nach. Auf Grund der eigenen
wirtschaftlichen Lage vieler Familien werden immer mehr Hunde und
Katzen im Tierheim abgegeben. Die durchschnittliche Verweildauer pro
Tier im Tierheim ist in den letzten Jahren extrem angestiegen und
damit sinkt die Chance, dass die Tiere überhaupt wieder ein zu Hause
finden. Eine 2 Jahre alte Katze ist z.B. schon kaum mehr zu
vermitteln, die Leute wollen Tierkinder. Zu der ohnehin schon
angespannten Lage kommt noch, dass viele Katzenbesitzer die Kosten
für eine Kastration scheuen. Der ungewollte Nachwuchs wird dann
vielerorts einfach ausgesetzt.
Dem Tierheim
Trier-Zewen z.B. droht angesichts von rund 40.000 Euro Minus pro
Jahr eventuell das baldige Aus. Von den Betriebskosten von EUR
315.000 werde ein Drittel durch Spenden und Mitgliedsbeiträge
gedeckt, ein Teil der benötigten Gelder kommen von der Stadt und den
Kommunen sowie durch den Pensionsbetrieb im Tierheim.
Das Tierheim in
Trier steht exemplarisch für die meisten Tierheime in Deutschland.
Am stärksten betroffen sind die kleinen und mittelgroßen Tierheime,
die dringend auf Spenden angewiesen sind.
"Die desolate Lage
der meisten deutschen Tierheime zeigt sehr eindrucksvoll, wie
wichtig die Arbeit von TASSO e.V. ist. Je mehr Fundtiere wir zurück
vermitteln können, bevor sie im Tierheim landen, desto mehr können
wir die Tierheime auch entlasten."
so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Für eine schnelle
Rückvermittlung spielt die Registrierung des Tieres die zentrale
Rolle. Ein registriertes Tier wird in durchschnittlich 1 Woche von
TASSO zurück vermittelt, wohingegen ein nicht-registriertes Tier oft
wochenlang umherirrt oder eben im Tierheim landet.
Die
Swiffer-Tücher Mails sind Hoax
(08.06.2005)
Es dürfte mittlerweile
bekannt sein, das die Meldungen über den
vergifteten Hund und die Katzen im Bezug auf
die Swiffertücher des Herstellers Procter & Gamble lediglich Hoax
(Enten, düstere Legenden)
sind, also Falschmeldungen.
Doch wenn man sich die
Stellungnahme von dem Hersteller Procter & Gamble durchliest, ist
das für jeden Tierschützer und tierlieben
Menschen ein Schlag ins Gesicht. Diese Firma
stellt sich doch tatsächlich als Tierlieb
hin, nämlich das sie selber Haustiere habe
und dessen Gesundheit sei ihnen wichtig.
Dann frage ich mich nur, wie es kommt, das
dieser Hersteller grausame, veralterte,
sinnlose und qualvolle Tierversuche an
Hunde, Katzen, Affen usw. durchführt und
durchführen läßt !!!
Für uns ist diese Behauptung, das die
Gesundheit der Tiere für den Hersteller
Procter &
Gamble wichtig
ist, eine unsagbare Frechheit und
Geschmacklosigkeit.
Aber lesen Sie selber,
wie Procter &
Gamble seine
Tierliebe definiert:
HIERund
HIER und
HIER
Aus einer Mail des
Herstellers Procter & Gamble zum Gerücht,
die Tücher seien gefährlich:
Das Gerücht
ist völlig falsch und ohne Grundlage, denn
die Tücher enthalten kein Frostschutzmittel
oder ähnliche Stoffe. Wir haben selber
Haustiere und deren Gesundheit ist uns
wichtig. Deshalb wurden unsere Produkte von
internen und externen Tierärzten auf
Ungefährlichkeit geprüft, bevor sie auf den
Markt gebracht wurden
Kommentar von Eileen: Ja, die haben selber Haustiere, und zwar
ein ganzes Versuchslabor voll !!! Nur ob
deren Gesundheit deren wichtig ist, wird
jeder der bei Verstand ist, bezweifeln !!!
Und ja, intern und extern geprüft, nämlich
an Haustieren und zwar solange, bis eine
Giftigkeit nicht mehr vorhanden war. Doch
wird nicht erwähnt, wie viele Haustiere
dadurch vergiftet wurden !!! Das ist eine Heuchelei
ohne gleichen und wenn man es genau nimmt,
sind ganz viele Haustiere an den
Swiffer-Tücher gestorben !!! Und diese
Haustiere sind keine Hoaxes oder Enten
gewesen und auch keine düsteren Legenden,
sondern ganz reale Tier die ermordet wurden
und zwar für die
Swiffer-Tücher
und Procter & Gamble !!!
Mit freundlicher Genehmigung von Eileen
Tierarzt in Aurich hilft mit Welpenklappe.
Eine Babyklappe kennt man ja schon aus verschiedenen deutschen
Städten.
Aber hier führt eine Tierarzthelferin ein Novum vor – die
Welpenklappe in der
Eingangstür zur Tierarztpraxis Römer in Aurich.
Ist das Hundejunge dann hinter der Klappe verschwunden und in eine
gepolsterte Holzkiste geplumpst, wird über einen Bewegungsmelder der
Haustürgong aktiviert – und schon ist das Praxispersonal über den
tierischen
Neuankömmling informiert. In der Nacht soll ein spezieller
Klingelknopf gedrückt werden, so dass jemand in die Praxis eilen
kann.
Über Zeitungsanzeigen werden dann neue Besitzer für die ausgesetzten
Tiere
gesucht. Das klappt allerdings nicht immer reibungslos. So ist
bereits eine
Schildkröte schon an der Auricher Welpenklappe gescheitert – sie war
schlicht zu dick.
Quelle:
Länderspiegel (13. Mai 2005)
Welpenklappe für ungewollte Tiere
Nach dem
Vorbild der Babyklappen rettet in Aurich eine Welpenklappe
viele junge Tiere vor dem Tod. Dutzende Hunde, Katzen,
Meerschweinchen und Ratten sind von ihren Besitzern schon in
die Klappe gelegt worden. "An den Festtagen und kurz vor den
Ferien ist immer am meisten los", erklärt die
Tierheilpraktikerin Birgit Römer, die die Klappe zusammen
mit ihrem Mann, einem Tierarzt, betreibt.
Die Idee zu der Welpenklappe kam Birgit Römer im März 2002,
als ein Korb mit fünf gerade geborenen Hunden vor ihrer
Haustür abgestellt wurde. Wie viele Tiere sie bisher
gerettet haben, wissen die Römers nicht genau. Weihnachten
2004 gab es einen traurigen Rekord: Innerhalb weniger
Stunden lagen 13 Tiere in der Klappe. Birgit Römer päppelt
die Tierbabys mit dem Fläschchen auf, in der Praxis ihres
Mannes werden sie geimpft und bekommen einen Chip mit
Zahlencode, der eine spätere Identifizierung erleichtert.
Neue Besitzer für die Tiere suchen die Römers über
Zeitungsanzeigen. Wer ein Tier übernehmen will zahlt eine
Schutzgebühr, durch die sich die Welpenklappe finanziert.
"Wer bezahlt, dem ist das Tier auch etwas wert", so Römer.
Viele Tierhalter betrachten die Welpenklappe aber auch als
Freibrief, um ihre ungeliebten Tiere schnell los zu werden.
Junge Katzen werden beinahe täglich abgegeben. Es kam aber
auch schon vor, dass jemand zwei trächtige Hündinnen oder
einen ausgewachsenen Schäferhund durch die Klappe gequetscht
hat. Der Versuch, eine ausgewachsene Schildkröte durch die
Klappe zu schieben, blieb aber erfolglos. Der Deutsche
Tierschutzbund begrüßt die Einrichtung. "Noch lieber sähen
wir es aber, wenn die Klappe möglichst wenig genutzt würde",
sagt Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder.