Der 4. Oktober, der Tag
des Heiligen Franziskus von Assisi, wird international von
Tierschützern als "Welttierschutztag" für
Informationsveranstaltungen genutzt.
Franz von Assisi - Begründer des Ordens der Franziskaner und
Schutzpatron der Tiere - sah das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes
und als Bruder des Menschen an. Doch wichtiger ist, dass Franz von
Assisi den Einheitsgedanken der Schöpfung im Sinne der Gleichheit
aller vor Gott und untereinander vorlebte und unermüdlich predigte.
Auch den kleinsten Wurm betrachtete er als gottgewollt und daher als
schützenswert. Zwei Jahre nach seinem Tode am 3. Oktober 1226, am 4.
Oktober 1228, wurde er heilig gesprochen.
Es war der Schriftsteller und Tierfreund Heinrich Zimmermann, der
1924 vor Berliner Tierschützern für die Einführung des
Welttierschutztages plädierte. Die erste Veranstaltung fand bereits
am 4. Oktober 1925 im Berliner Sportpalast statt. Sein Antrag wurde
jedoch trotz großer Zustimmung erst am 8. Mai 1931 auf dem
Internationalen Tierschutzkongress in Florenz angenommen. Seither
wird der Welttierschutztag international begangen und trägt
erheblich zur Verbreitung des Tierschutzgedankens bei. Nach 1945
wurde der Welttierschutztag, mit Zustimmung der ausländischen
Gremien, 1950 auch wieder in der Bundesrepublik Deutschland
eingeführt.
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Viele kleine Leute, die
in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht
der Welt verändern. Folgen wir diesem afrikanischen Sprichwort!
Leider brauchen wir nicht auf die Politik hoffen, dass sich endlich
entschei-dend die elende Lage der Tiere ändern wird. Auch auf das
ethische Handeln von Konzernen warten wir vergebens. Wir dürfen aber
nicht resignieren, denn jeder von uns kann für sich dazu beitragen,
das Tierleid zu lindern bzw. zu beseitigen.
Sehen Sie genau hin, was
Sie in Ihren Einkaufskorb packen! Machen Sie Tierschutz mit dem
Einkaufskorb! Das bedeutet, keine tierischen Produkte aus
tierquälerischer Haltung zu kaufen. Ich möchte hier u. a. hinweisen
auf Gänseleberpastete, Käfigeier, Fleisch aus Massentierhaltungen.
Kaufen Sie nichts, wo Pelze verarbeitet wurden. Stierkampf, Rodeo –
machen Sie einen großen Bogen! Kaufen Sie tierversuchsfreie
Kosmetika! Da ließe sich noch viel aufzählen. Stellen wir uns doch
immer die Frage, wie das, was wir kaufen wollen, hergestellt wurde
und wie viel Tier- und Naturausbeutung daran klebt.
Wir Verbraucher
(scheußliches Wort) haben es in der Hand, dass sich das Los der
Tiere ändert. Wenn z. B. kein Mensch mehr Pelze kauft, dann wird es
keine Pelztierfarmen mehr geben und, und … und.
Der 4. Oktober muss
Anlass sein, einmal gründlich darüber nachzudenken, wie jeder von
uns seine Einkaufsgewohnheiten zum Wohle der Tiere ändern muss. Es
ist gewiss, dass am derzeitigen Elend der Tiere das Kaufverhalten
der Menschen eine große Schuld trägt.
Heidrun Schultz
20. September 2007
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